Ein Angreifer im Netz darf nicht wochenlang unentdeckt bleiben

In der Gesundheitsversorgung hängt jeder Arbeitsschritt an digitalen Systemen: Rezept, Wechselwirkungsprüfung, Patientenakte, Lagerbestand. Die SHG Groep hat ihre Sicherheit deshalb umgestellt, von reiner Abwehr auf das 24/7-SOC von Eye Security.

Kunde

SHG Groep

Branche

Gesundheitswesen

Patienten

10,000

Land

Niederlande

Warum Cybersicherheit heute oberste Priorität hat

In einer Apotheke läuft jeder Arbeitsschritt über den Rechner: das Rezept, die Prüfung auf Wechselwirkungen und Allergien, der Blick in die Patientenakte, der Lagerbestand. Fällt das aus, lässt sich die Arbeit nicht auf Papier fortsetzen. Dann warten Patienten, und eine Medikation kann sich verzögern.

Genau darauf zielen Angreifer. Wer eine Gesundheitsversorgungseinrichtung lahmlegt, erzeugt sofort Druck, weil sich der Betrieb nicht aussetzen lässt.

Dazu kommt die Art der Daten. SHG arbeitet mit Gesundheitsdaten, also mit dem Sensibelsten, was ein Unternehmen verwalten kann. Fließen sie ab, ist nicht nur der Betrieb gestört. Dann steht das Vertrauen der Patienten auf dem Spiel, und davon lebt die Arbeit.

Eine Frage für die Geschäftsführung, nicht für die IT allein

Wer Patientendaten verarbeitet, trägt dafür Verantwortung und zwar dort, wo über Budgets und Prioritäten entschieden wird.

Die bestehende Sicherheitsaufstellung war durchdacht, aber vor allem darauf ausgelegt, Angreifer fernzuhalten. Was fehlte, war die Erkennung, falls doch jemand eindrang. Ein Angreifer hätte sich im Netz bewegen können, ohne aufzufallen.

Eine proaktive Strategie: Von der Prävention bis zum Assume-Breach-Ansatz

Das war der Punkt, an dem SHG umgedacht hat. Der Ansatz heißt „Assume Breach": Man rechnet damit, dass ein Angreifer irgendwann hereinkommt, und richtet die Sicherheit darauf aus, ihn schnell zu finden. Abwehr bleibt wichtig. Sie ist nur nicht mehr die einzige Verteidigungslinie.

Digitale Stabilität ist für die Patientenversorgung von entscheidender Bedeutung

Moderne Apotheken sind für einen reibungslosen Betrieb vollständig auf digitale Systeme angewiesen. Von der Verschreibung über Wechselwirkungsprüfungen bis hin zu Allergiewarnungen, dem Zugriff auf Patientenakten und der Bestandsverwaltung – jeder wichtige Prozess stützt sich auf Technologie. Wenn diese Systeme ausfallen, kann die Versorgung vollständig zum Erliegen kommen.

Der Status quo

Als Gesundheitsdienstleister verarbeitet SHG hochsensible medizinische Daten. Jede Sicherheitsverletzung würde nicht nur den Betriebsablauf beeinträchtigen, sondern könnte auch das Vertrauen der Patienten und die Glaubwürdigkeit der Organisation erheblich schädigen.

Digitale Systeme bilden die Grundlage für nahezu jeden Aspekt des täglichen Betriebs. Wenn diese Systeme ausfallen, verlangsamt sich die Versorgung oder kommt gänzlich zum Erliegen. Dieses Risiko wurde deutlich, als eine der Apotheken der SHG aufgrund eines Systemausfalls drei Tage lang nicht betriebsfähig war. Die Mitarbeiter konnten nicht auf wichtige Informationen zugreifen, und die Dienstleistungen wurden unterbrochen. Der Vorfall zeigte, wie stark die Gesundheitsversorgung mittlerweile von einer stabilen und sicheren digitalen Infrastruktur abhängig geworden ist.

Umsetzung der Lösung

Um diesem Bedarf gerecht zu werden, suchte SHG nach einem Partner im Bereich Cybersicherheit, der in der Lage ist, eine kontinuierliche Überwachung, die Erkennung von Bedrohungen sowie strategische Beratung anzubieten. Eye Security zeichnete sich durch seinen „Assume Breach“-Ansatz aus, der auf der Erkenntnis beruht, dass zwar keine Organisation jeden Angriff verhindern kann, jede Organisation jedoch in der Lage ist, Angriffe zu erkennen und effektiv darauf zu reagieren.

„Wir hatten uns darauf konzentriert, Angreifer draußen zu halten. Aber wenn tatsächlich jemand hereingekommen wäre, hätten wir es nicht sofort gesehen.“
Guts Wissema
IT-Leiter, SHG Groep

Nach dem Onboarding erhielt SHG rund um die Uhr Monitoring, Schwachstellenerkennung und einen zentralen Überblick über die gesamte IT-Infrastruktur. Das Security Operations Center von Eye Security analysiert die Umgebung kontinuierlich. Über das Eye Security Portal erhält das Management zudem einen klaren Echtzeit-Einblick in die aktuelle Sicherheitslage.

SHG sieht, welche Geräte die Anforderungen erfüllen, wo Schwachstellen bestehen und welche Risiken Aufmerksamkeit erfordern. Die Plattform liefert proaktive Warnmeldungen zu neuen Bedrohungen sowie konkrete Empfehlungen, um Risiken zu reduzieren. Regelmäßige strategische Abstimmungen mit den Expertinnen und Experten von Eye Security sorgen dafür, dass Prioritäten aktuell bleiben.

Während der Implementierung konnten die medizinischen Fachkräfte ihre Arbeit ohne Unterbrechung fortsetzen, ohne die im Hintergrund laufenden Sicherheitsmaßnahmen verwalten oder gar bemerken zu müssen.

Herausforderungen

  • Der Schutz sensibler Patientendaten bei gleichzeitiger Gewährleistung eines nahtlosen Zugangs zur Versorgung in einem komplexen Gesundheitsökosystem.
  • Cybersicherheit als Führungsaufgabe und nicht nur als Angelegenheit der IT-Abteilung zu betrachten.
  • Entwicklung einer proaktiven Sicherheitsstrategie, die Risiken erkennt und mindert, bevor sie den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen.

Ergebnisse

  • Es wurde ein umfassendes Cybersicherheitsprogramm eingerichtet, das Endgeräte, Identitäten, Cloud-Umgebungen und die Sensibilisierung der Mitarbeiter abdeckt.
  • Es wurden Überwachungs- und Reaktionskapazitäten für das 24/7-Security Operations Center (SOC) implementiert.
  • Verbesserte Transparenz hinsichtlich Cyberrisiken durch kontinuierliche Erkennung von Bedrohungen und Überwachung von Schwachstellen.

Branchenkontext

53%

der Organisationen im Gesundheitswesen gibt an, dass es ihnen an internem Fachwissen im Bereich Cybersicherheit mangelt (Ponemon)

76%

europäische Organisationen im Gesundheitswesen sind einem erhöhten Risiko von Ransomware-Angriffen ausgesetzt (ECSO)

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